Arbeitskreis Wasserpflanzen e.V. – Regionalgruppe Bayern-Süd






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24.01.2026



Zucht und Kreuzung von Echinodorus – Teil 2

Am 24. 01.2026 lud die Regionalgruppe Bayern-Süd des Arbeitskreis Wasserpflanzen zu ihrem ersten Treffen 2026 ein. Dieses stand ganz im Zeichen einer der wichtigsten Vertreter der Wasserpflanzen-Welt: Echinodorus!

Begrüßung und Zusammenfassung Teil 1 vom 25.01.2025

Nach einer kurzen Begrüßung aller 15 Anwesenden durch Regionalgruppenleiter Jörg Corell übernahm Referent Edwin Weber für die nächsten anderthalb Stunden das Zepter.

Zusammenfassung Teil 1

Zunächst gab Edwin einen Rückblick auf seinen Vortrag vom Januar 2025, in dem er 17 Sorten vorgestellt hatte, die er aus eigenen Kreuzungen gewonnen hatte.

So gibt er eine kurze Übersicht über die Sorten der Edition „Rafael“, nach seinem Sohn benannt, sowie 13 weitere neue Sorten der Edition „Heidi“. Diese zeichnen sich bereits deutlich mit Unterschieden ab, unter anderem durch Sorten mit sehr dunklen Farben.

Der Referent weist zudem auf den Umstand hin, dass die Autoren Maarten Christenhusz und James W. Byng bereits 2018 empfehlen, die Familie der Froschlöffelgewächse, der Alismataceae neu zu ordnen. So soll die Gattung Echinodorus nur noch auf eine Pflanze, E. berteroi, zugeordnet sein. Alle anderen bisherigen Echis, sowie die 200 Hybriden würden dann der Gattung Aquarius zugeordnet.

Teil 2: aktuelle Entwicklungen

Mit Hinblick auf diese Ausgangslage begann dann der aktuelle Vortrag. Der Fokus lag diesmal auf der Bestäubung  von Blüten, sowie der Beobachtung und Dokumentation der Samenbildung (Nüsschen) und der Fruchtstände.

Edwin unternahm ungefähr 70 Bestäubungsversuche mit Eltern aus beiden Editions. 30 Blüten entstanden durch die Kreuzung 17 beteiligter Blütenstängel von Uruguaynesis und 6 verschiedenen Sorten. Diese bildeten dann auch Nüsschen aus, nicht alle jedoch sind zur Ausreifung gelangt. Bei acht Nüsschen wurde die Ausreifung entweder abgebrochen, oder sie waren verkümmert. Der Referent erklärte, jede einzelne der 70 Blüten und deren Befruchtung, sowie den Reifungsprozess jedes Fruchtstandes und die Ernte dokumentiert zu haben. In den Vortrag hatten es natürlich nicht alle Kandidaten geschafft.

Der Zeitraum für die Dokumentation seiner Erfolge reicht vom 25.11.2025 bis zum 20.01.2026. So zeigte Edwin schon die ersten gekeimten Pflanzen aus dieser Edition.

Pflanzenlotto

Nach dieser ausführlichen Präsentation folgte noch das schon legendäre und obligatorische Pflanztenlotto mit vielen attraktiven Preisen. Es gab dabei viele glückliche Gesichter und erfreute neue Besitzer von Wasserpflanzen und Sachpreisen zu beobachten.

Wir danken Edwin für seinen detaillierten Bericht über seine Zucht von Echinodoren!



21.02.2026



Claudia Hary Aquascaping-Workshop: „Aquarium einfach und leicht eingerichtet“

In einer gemeinsamen Veranstaltung der Aquarienfreunde Dachau/Karlsfeld (AFDK) mit dem Arbeitskreis Wasserpflanzen (AKW) Regionalgruppe Bayern Süd fand am 21. Februar 2026 ein Aquascaping-Workshop im Adolf-Hölzl-Haus in Dachau statt. Claudia Hary, ihres Zeichens mehrfache Gewinnerin von Aquascaping-Wettbewerben, führte durch diesen abwechslungseichen Nachmittag.

Begrüßung und Tombola

Der Regionalgruppenleiter des AKW Jörg Corell begrüßte die erfreulich zahlreich erschienenen Aquarien- und Wasserpflanzenfreunde um 13:30 Uhr zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung. An den sechs Aquarientischen saßen jeweils zwei Aquarianer in den Startlöchern, um mit dem Scaping zu beginnen. Zur Wahl standen zwei Fluval FLEX Aquarien mit einem Volumen von 34 Litern (schwarz und weiß), und vier Tetra Aqua Art LED- Becken mit 30 Litern Fassungsvermögen. Zudem hatten sich drum herum 23 weitere interessierte Aquarianer und Wasserpflanzenfreunde versammelt, die das Scaping verfolgen und eventuell Tipps und Ratschläge geben wollten.

Im Saal des Adolf-Hölzl-Hauses war für die Besucher eine Tombola eingerichtet, die den Käufern von Losen vielfältige aquaristische Preise bescherten.

Der Workshop

Claudia Hary indes eröffnete ihrerseits den Nachmittag mit einem Vortrag, in dem sie auf spezifische Arten von Scaping einging. Zu allererst bedankte sie sich aber bei den zahlreichen Teilnehmern fürs Kommen, und natürlich auch bei den gönnerhaften Spendern, den Firmen Arka, Tetra, und Hagen Fluval für ihre großzügigen Spenden.

Zum Einen zeigte sie den Anwesenden, wie man mithilfe von Watte und  Sekundenkleber Steine zusammenklebt, damit zum Beispiel ein Bogen entsteht. Das lässt sich gut mit Watte oder Stücken von Küchenpapier bewerkstelligen, das man mit dem Kleber tränkt, und auf dem Stein auf der gewünschten Stelle anbringt. Dann ist etwas Geduld gefragt, und eventuell weiteres Werkzeug (zum Beispiel Schraubzwingen) bis das gewollte Gebilde stabil hält. Einen bereits gefertigten Bogen hatte sie zum Anschauen dabei. Dazu hatte sie auf eine zugeschnittene Plexiglasscheibe die entsprechenden Elemente arrangiert, um sie dann in den gewünschten Zustand zu bringen. Dasselbe lässt sich auch gut mit Wurzeln machen, die man im Becken stabil platzieren möchte. Benutzt man eine Plexiglasplatte, ist zu beachten, dass man möglichst keinen Sand oder Soil unter die Platte bringt, da es sonst langfristig zu Fäulnisbildung kommen kann.

Zum Zweiten zeigte uns Frau Hary, wie man Effekte, zum Beispiel durch natürliches Sonnenlicht erzielt. In ihrem Beispiel richtete sie zudem ein Becken ein, in dem ein nach oben offenes Scape ohne Deckel entsteht. Als Highlight ist hier noch ein Wasserfall vorhanden. Mit PU-Schaum lässt sich auch die Rückwand des Aquariums mit einem Muster gestalten.

So inspiriert ging es für die Scaper nach der Präsentation nun ans Werk. Eine Vielzahl an Wurzeln, Steinen, und Pflanzen standen den Einrichtenden zur Verfügung, ebenso wie Scaping-Kleber, falls man beabsichtigte das eingerichtete Becken gegen eine Spende mit nachhause zu nehmen. Wer lässt sich eine solche Gelegenheit schon entgehen?? Also wurden fleißig Steine zusammengeklebt, an Wurzeln Moose und Pflanzen geklebt und Sand oder Kies in die Becken gefüllt. Natürlich mussten die Pflanzen regelmäßig mit Wasser besprüht werden.

Pflanzenlotto

Zwischendurch verloste Jörg Corell noch lustig und abwechslungsreich einige Sach- und Pflanzenspenden von der Tombola, und sorgte so für einige glückliche Gewinner!

So ging ein abwechslungsreicher und anregender Workshop zu Ende. Vielen Dank an die Sponsoren, und vor allem an alle Organisatoren dieses Workshops!

Stephan Mitschik