Arbeitskreis Wasserpflanzen Region Bayern-Süd






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Echinodorus tenellus



Text und Fotos: Bertram Wallach

Auf der Suche nach Fischen und Pflanzen fuhren wir an einem sonnigen Vormittag mit zwei Booten in das bolivianische Pantanal. Ausgangspunkt war Puerto Quijaro, das an der Grenze zu Brasilien liegt. Die erste Anlegestelle erschien mir nicht sehr interessant, so dass ich, während alle anderen ausschwärmten, in der Nähe der Boote blieb und einen mittelgroßen Kaiman beobachten konnte der seinen Ruheplatz verließ und ins Wasser abtauchte. Wir hatten an einer trockengefallenen Wiese angelegt auf der die vorigen Besucher jede Menge Abfall in Form von Kuhfladen hinterlassen hatten. In dieser Wiese fielen mir kleine Blütenstände auf, die wie Miniaturen von Echinodorusblütenständen aussahen. Tatsächlich handelte es sich hierbei um die kleinste Schwertpflanze, Echinodorus tenellus.


Ohne die Blüten wäre es fast unmöglich gewesen, diese Art zwischen all den Grasbüscheln zu entdecken. In einem Aquarium mit weichem Wasser (7 dGH), wuchsen die mitgebrachten Pflanzen gut an und vermehrten sich sehr schnell durch Ausläuferbildung. Bei submerser Haltung werden die Blatter sehr schmal und die Farbe tendiert von dunkelgrün bis leicht bräunlich, bei viel Licht sind die neueren Blatter bronzefarben. Völlig überrascht wurde ich jedoch als ich einige Pflanzen in ein Aquarium mit Münchner Leitungswasser setzte.

Bei genauso zügigem Wachstum entwickelten die jüngeren Blätter eine leuchtend rote Färbung E. tenellus sind hervorragend für die Vordergrundbepflanzung geeignet und sollten, um die schönen Blattfarben zu erhalten, nicht von anderen Wasserpflanzen beschattet werden.



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