Arbeitskreis Wasserpflanzen Region Bayern-Süd






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Ceratophyllum demersum



Fotos: Andreas Jäger, www.aqua-magica.de; Hypocampus Bildarchiv, Text: Jörg Corell

Ceratophyllum demersum – fast jeder kennt es unter dem Namen Hornkraut, ist sehr vielseitig. Die wurzellosen Triebe können ca. 50-100cm Länge erreichen. Die Pflanze ist sehr wuchsfreudig – unter guten Lichtbedingungen wächst sie an der Wasseroberfläche treibend schon 10-20 cm pro Woche. Sie kann dabei das CO2 der Athmosphäre über dem Wasserspiegel nutzen und ist somit nicht auf das CO2 im Wasser angewiesen.

Ceratoph demersum rotstilig

Durch den schnellen Wuchs kann C. demersum dem Wasser sehr effektiv Nähr- und Schadstoffe entziehen und eignet sich deshalb wunderbar für die Neueinrichtung eines Aquariums um die Wasserwerte zu stabilisieren und Algen vorzubeugen. Auch in Aufzuchtbecken ist sie sehr nützlich, da duch den schnellen Wuchs und die starke Assimilation das Wasser gut mit Sauerstoff angereichert wird.

Ceratophyllum demersum

Vor allem in kleinen Aquarien, aktuell den Nanoaquarien, kann man auch optisch schöne Wirkungen erzielen, wenn man das Hornkraut einpflanzt. Dies hat den Vorteil, dass es nicht an der Oberfläche flutend zu viel Licht wegnimmt. Allerdings bildet die Pflanze keine Wurzeln und keine Ausleger. In sehr leichtem Bodengrund sollte man es deshalb z.B. mit einem Stein etwas beschweren, da es sonst leicht auftreibt. Mitunter bildet die Pflanze auch farblose Sprossen, mit denen sie sich im Substrat verankert. C. demersum ist fast schon ein Cosmopolit – es ist in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet.

Ceratophyllum demersum

Die Blätter sind dunkelgrün, starr und zerbrechlich, die Stängel sind oft auch in einer rötlich Wuchsform anzutreffen. Die Blätter, von denen vier bis zwölf in einem Wirtel stehen, sind ein- bis zweimal gabelig geteilt und tragen zwei bis vier schmale gezahnte Zipfel.

Ceratophyllum demersum

Hauptsächlich vermehrt sich die filigrane Pflanze vegetativ, das heißt über abgebrochene Pflanzenstücke. So lässt sie sich auch im Aquarium einfach vermehren. Selten bildet C. demersum auch unscheinbare getrenntgeschlechtigen Blüten in den Blattwirteln aus.

Quellen und weiterführende Informationen

– E. Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Ulmer, Stuttgart 1994.
– H. Haeupler & Th. Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Ulmer Verlag, Stuttgart, 2000.
– H. Bellmann: Leben in Bach und Teich – Pflanzen und Wirbellose der Kleingewässer. Orbis Verlag, München 2000
– Andreas Jäger, www.aqua-magica.de
– Wikipedia



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