Zum zweiten Mal richtete unsere Regionalgruppe einen Mikroskopie-Workshop aus. Diesmal war der Veranstalter jedoch der Bezirk 12 des VDA (Süd-Bayern), der auf unser Know How und unsere Organisation zurück gegriffen hat.
Thema des Workshops war Zellen, Bausteine des Lebens.
Wie immer zu den Bezirksworkshops trafen wir uns schon am Vormittag. Die 10 Teilnehmer trafen auch fast alle pünktlich im Botanischen Institut der TU-München in der Nachbarschaft des Botanischen Gartens ein.
Florian Grabsch, der sich für diesen Tag als Referent zur Verfügung stellte, hatte sich sehr viel Mühe gegeben und für den Workshop schon einiges vorbereitet. Er hatte aufwändige Anschauungsobjekte hergestellt, die wir nur noch zu Ende präparieren mussten. So hatte er u.a. extra Zwiebeln angezogen, damit wir deren Wurzeln untersuchen konnten.
Die Labormikroskope des Botanischen Instituts leisteten uns, wie schon beim ersten Workshop wertvolle Dienste mit guten Abbildungseigenschaften. Mit den weit verbreiteten Schülermikroskopen, die der eine oder anderen vielleicht noch zu Hause im Schrank stehen hat, haben diese Geräte nichts mehr zu tun.
Am Vormittag waren wir also damit beschäftigt, uns die ersten Pflanzenteile unter dem Mikroskop anzuschauen. Zum Teil färbten wir die Präparate mit einem speziellen Farbstoff, damit wir die Einzelheiten besser erkennen konnten.
Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Frage: Wie funktionieren Zellen eigentlich. Angefangen von den einfach zu erkennenden Zellen an sich, die schon unter einer relativ geringen Vergrößerung erkennbar waren, bis hin zu den den Orten der Photosynthese, den Chloroplasten, haben wir uns dann mit immer stärkeren Vergrößerungen auch auf das Mittagessen zu bewegt.
Die Mittagspause nutzten wir nicht nur, um uns stärken, sondern auch um weitere Präparate vorbereitend einwirken zu lassen.
Am Nachmittag konnten wir dann bis zu den Speicherorganen der Zellen, den Amyloplasten und Vakuolen vordringen.
Das Highlight des Tages war dann nach etwas aufwändigeren Vorbereitungen das Sichten der Chromosomen, der Träger der Erbinformation der Zellen.
Auf alle betrachteten Objekte hat Florian in einer lehrreichen Präsentation auch jeweils im Vorfeld theoretisch gezeigt, so dass wir auch die Hintergründe wussten uns darauf aufmerksam gemacht wurden, auf wass wir im Mikroskop zu achten hatten.
So war der Workshop so wie es sein sollte: eine gelungen Mischung aus Theorie und Praxis. Jeder der Teilnehmer hat sicherlich wieder mal auf einem Bezirksworkshop sein Wissen um sein Hobby erweitern können.
Ebenso hat die Veranstaltung gezeigt, wie verschiedene Teile des VDA, also ein Arbeitskreis und der Bezirk, erfolgreich zusammen arbeiten können.
Wir bedanken uns bei Florian für die hervorragende Leitung des Workshops.
Bilder: Claus-Dieter Junge, Text: Jörg Corell