Arbeitskreis Wasserpflanzen Region Bayern-Süd






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25. Oktober 2014



Film von Bertram Wallach: Schwerter für das Aquarium – Die Familie der Echinodoren

von Stephan Mitschik

 

Begrüßung

Am 25. Oktober um 13:00 Uhr trafen sich die Wasserpflanzenfreunde in der Gaststätte „Amperlust“ in Esting. Der Vorsitzende Claus-Dieter Junge begrüßte die zahlreichen Anwesenden, sowie den Referenten des Tages, Bertram Wallach.

Film: „Schwerter im Aquarium“ von Bertram Wallach

Der Vortrag findet dieses Mal in Form eines Films statt. Vor der Präsentation des Films weist der Referent darauf hin, dass er trotz seiner 35 Jahre Erfahrung mit der Gattung Echinodorus mit diesem Film keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller vorkommenden Echinodoren haben kann. Die Erstellung des Films nahm seinen Angaben zufolge acht Monate in Anspruch.

Das Hauptvorkommen der Amazonas-Schwertpflanzen liegt auf dem südamerikanischen Kontinent mit Ausdehnung nach Mittelamerika und Teilen des südlichen Nordamerika. Angebliche Vorkommen in Afrika konnten bisher noch nicht nachgewiesen werden.

Zunächst präsentiert Herr Wallach die Naturformen von Echinodorus, wie E. opacus, die in drei Formen vorkommt. Form 1 ist großwüchsig, Form 2 wird maximal 10 cm, und Form 3 repräsentiert die mittlere Form. Anschließend stellt der Film den Uruguayenis- und den Griesebachii-Formenkreis vor, die beide prominente Vertreter umfassen. Hier wären zu nennen E. horemani und E. veronicae (Uruguayensis-Formenkreis) und E. bleherae und E. grandiflorus (Griesebachi-Formenkreis).

Der nächste Filmabschnitt stellt die Gattung Helanthium, ehemals Echinodorus, vor. Hier sind vor allem H. tenellum und H. bolivianum zu nennen. Letztere benötigt weiches Wasser. Die Variation angustifolius von H. bolivianum bildet bis zu 50 cm lange Blätter aus, die Zuchtform vesuvius zeigt in sich gedrehte Blätter, die aber je nach Härte des Wassers unterschiedlich stark ausgebildet sind.

Das folgende Kapitel des Films beschäftigt sich mit der Vermehrung von Echinodorus, die über Blütenbestäubung, sowie dem Austreiben von Jungpflanzen an den Blütenstielen (Adventivpflanzen) von statten geht. Bei erfolgreicher Befruchtung bildet die Pflanze Samen in Form von sogenannten Nüsschen aus. Nach der Aussaat wird bei Echinodoren zuerst das Keimblatt, dann die Wurzel, und schließlich das erste Blatt ausgebildet. Die Ausprägung der Pflanze ist allerdings bei emerser oder submerser Wuchsform extrem unterschiedlich, wie beispielsweise bei E. deeppurple eindrucksvoll gezeigt werden kann.

In seinem letzten Teil geht der Film noch auf Hybriden von Echinodorus ein. Hier werden unter anderem die Formen Rosa, tricolor, Rubin und Indian Red, sowie außergewöhnliche (Doppelrote Rubin und E. Feuerfeder als Blickfang im Aquarium) vorgestellt. Außerdem geht der Referent hier auf noch unbekannte Arten aus Bolivien, Guyana, sowie dem Pantanal ein.

Den Abschluss des Films bildet der Hinweis, dass es bei Echinodoren für schönen Pflanzenwuchs weniger auf die Wasserwerte als auf gute Lichtverhältnisse ankommt. Zur Düngung empfahl Herr Wallach sowohl die Wasser- als auch die Wurzeldüngung.

 

 

rege Diskussion unter Wasserpflanzen-Experten

 

 

 

 

 

 

 

Referent Bertram Wallach mit AK-Wasserpflanzen-Vorsitzenden Claus-Dieter Junge

 

 

Pflanzenlotto

 

Zum Schluss des Treffens gab es im obligatorischen Pflanzenlotto wieder attraktive Pflanzen- und Aquaristik-Preise zu gewinnen. Für wenig Einsatz warteten also tolle Wasserpflanzen auf ihre neuen Besitzer!